Laut der Zoologie gehöhrt das
Schwein zu den aus der Kreidezeit stammenden höckerzähnigen
Paarhufern. Die Familie
der Suiden (Schweineartigen) besteht neben den eigentlichen Schweinen
(Suinae) noch aus den Nabelschweinen und
Hirschebern. Die Suinae teilen sich wiederum in vier Gattungen auf, den
afrikanischen Waldschwein, das afrikanische Warzenschwein,
die Fluß- oder Höckerschweine und das echte Schwein (Sus).
Diese Gattung wiederum teilt sich noch in vier Untergattungen,
die Pustelschweine, die Bindeschweine, das Mittelmeerschwein und das europäische
Wildschwein. Alle diese Untergattungen gingen aus
einer Wildart (sus scrofa) hervor. Das asiatische Bindenschwein und das
europäische Wildschwein sind die Stammväter der heutigen
Schweinerassen. Das Bindenschwein (sus scrofa vittatus) ist der Stammvater
für Südostasien/ den asiatischen Raum und das Wildschwein
(sus scrofa scrofa, früher sus scrofa ferus) für den europäischen
Raum südlich der Nord- und Ostsee und im östlichen Mittelmeerraum.
Eine Mittelstellung nimmt das von der Iberischen Halbinsel stammende Mittelmeerschwein
(sus scrofa mediterraneus) ein, deren
Abkömmlinge als Neapolitanische- und Portugiesische Schweine bekannt
wurden.
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen
den Stammvätern ist der Schädelbau. Der europäische Typ
besitzt eine gestreckte
Schädelform mit einer langen Nase, gerader Profillinie und einem
rechteckigen, schmalen Tränenbein. Beim asiatischen Typus ist das
Hinterhaupt hochgestellt, die Nase kurz, einer konkarv verlaufenden Profillinie
und nahezu quadratischen Tränensäcken. Auch in den
Körperformen (Exterieur) finden sich erhebliche Unterschiede. Beim
Europäischen Typus ist die Vorderhand wesentlich stärker
entwickelt und der Rumpf ist schmal, gestreckt mit kammförmig aufgebogenen
Rücken und abfallender Kuppe. Der asiatische Typ hat
eine gleichermaßen entwickelte Vorder- und Hinterhand, der Rumpf
ist walzenförmig ausgeprägt.