Es gibt eine
große Anzahl Pflanzen deren Namen auf Schweine bezug nehmen. Ursache hierfür
könnte die Nutzung als Futter-
oder Heilpflanze sein, oder aber
das Auslösen von Vergiftungserscheinungen. Desweiteren könnten äußere
Ähnlichkeiten mit
Schweinen oder Teilen von diesen Ursache sein. Von Eberesche, Eberfarn und Eberwurz glaubte man, daß sie Zauberwirkung
besitzen oder vor Zauber schützen.
Heute noch übliche Namen:
-Saubohne (Vicia faba) Ackerbohne, Schmetterlingsblütengewächs, eiweißreiches Futtermittel
-Schweinsohr (Calla palustris) Ein Sumpf-Schlangenwurz (Aronstabgewächs), auch der Pilz Gomphus clavatus wird so genannt.
-Schweinsrübe (Stachys palustris) Sumpf-Ziest (Lippenblütengewächs)
-Ferkelkraut (Hypochoeris-Arten) Früher in der Medizin verwendetes Kraut der Korbblütengewächse.
-Eberwurz ( Carlina acaulis) Korbblütengewächse ( Disteln), Saudistel, Silberdistel,Wetterdistel. Die aromatischen Wurzeln
wurden früher in der Tierheilkunde arzneilich genutzt.
-Eberraute ( Artemisia abrotanum) Im Mittelmeergebiet heimisches Korbblütengewächs, Stabwurz und Zitronenkraut.
Pflanzen die
früher „Schweine“- Bezeichnungen trugen:
| Saukirsche (Atropa belladonna) | Tollkirsche, ein Nachtschattengewächs |
| Saurüssel (Taraxacum officinale) Sauschnabel,Saunelke,Schweinerösl | Die Knospen dieses Löwenzahn (Korbblütengewächs)sollen ähnlich wie Schweinerüssel aussehen. |
| Sauohr (Sempervivum tectorum) | Die Blätter dieses Dach-Wurz (Dickblattgewächs) sind ähnlich dick wie Schweineohren. |
| Schweinsauge (Paris quadrifolia) Sauauge |
Diese Liliengewächse (Einbeere,Teufelsbeere) wurden früher in derVolksmedizin verwendet. |
| Saubrot (Cyclamen europaeum) Schweinebrot |
Die Knollen diese Alpenveilchen (Primelgewächs) wurden gern von Schweinen gefressen. |
| Schweinsbohne (Aconitum napellus) | Blauer Eisenhut, ein Hahnenfußgewächs. |
| Schweinskraut ( Epilobium angustifolium) Antoniuskraut |
Gemäß der alten Signaturenlehre (Ähnlichkeit
der Farben) sollten diese Nachtkerzengewächse wie Wald-,Weidenröschen und Schmalbblättriges Weidenröschen gegen Rotlauf helfen. |
| Schweinswurz (Helleborus niger) | Nieswurz, Christrose (Hahnenfußgewächs). Der Wurzelstock wurde früher als Heilmittel gegen Schweinekrankheiten eingesetzt. |
| Sautod (Solanum nigrum) |
ein stark giftiger Schwarzer Nachtschatten |
| Saukraut (Scrophularia nodosa) | Ein Knotenbraunwurz (Braunwurzgewächs). Die Pflanze galt als Mittel gegen Rotlauf und für die Wunderheilung. Das giftige schwarze Bilsenkraut trug orts- und zeitweise auch diesen Namen. |
Quellenangabe: H.-D. Dannenberg: "Schwein haben - Historisches
und Histörchen vom Schwein" G. Fischer Verlag Jena 1990.
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