Schweine in Ortsnamen und Geographie
Es gibt eine sehr große Anzahl an Städten und Dörfern, deren Namen sich vom Schwein ableiten läßt bzw. das Wort Schwein, Eber oder Sau enthalten. Es gibt auch Einzelne Wappen oder Siegel mit Schweinedarstellungen.
Bereits im Imperium Romanum gab es Städtenamen, die vom lateinischen sus (Schwein) abstammen, z.B. Suillum und Suessa.
Hier einige Beispiele aus dem deutschsprachigen Gebiet:
| Die nördlich von Berlin liegende Kreisstadt
Eberswalde-Finow (Brandenburg) führt entsprechend Ihres Namens zwei gegen den Stamm stehende Keiler. |
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Im südlichen Teil befinden sich noch die Gemeinden Ebersbrunn, Ebersdorf, Ebersgrün, Ebersroda, Ebersted und Eberstädt.
Östlich von München am Rande der Alpen liegt die bayrische Kreisstadt Ebersberg, am rechten Neckarufer in Baden-Württemberg die Stadt Eberbach.
Erwänenswert ist die Ebernburg der Herren Sickingen in der
bayrischen Pfalz.
In der fränkischen Schweiz gibt es den Ort Ebermannstadt.
Die Stadt Schweinfurt am Main in Unterfranken hat ihren Namen warscheinlich auch aus dem Wortstamm des Schweines.
Desweiteren führen noch eine ganze Reihe von Gemeinden den Wortstamm Eber, Schwein oder Sau , z.B. Schweinebrück, Schweinhausen, Schweinheim, Schweinsberg, Schweinshaupten, Schweinsbrühl u.a.
An der schwarzen Elster bei Cottbus liegt die Stadt Schweinitz, der das slawische Wort svinja zugrunde liegt. Das Wappentier ist ein springendes schwarzes Wildschwein.
Die Gemeinde Schweina bei Bad Liebenstein in Thüringen ist vermutlich aus einer Schweinehütersiedlung hervorgegangen. Die schlesische Stadt Schweidnitz hat in ihrem viergeteilten Wappen auch einen Keiler.
Bemerkenswert ist, daß es ,durch die bekannten negativen
Assoziationen zum Schwein, anscheinend auch kein hellfarbenes Hausschwein
in ein Ortswappen geschafft hat.
Quellenangabe: H.-D. Dannenberg: "Schwein haben - Historisches
und Histörchen vom Schwein" G. Fischer Verlag Jena 1990.
Auszug aus einer © dpa - Meldung vom 20.09.2002 12:27 Uhr:
Schweinau bis Schweinitz: Wildschwein à la Obelix
zum «Namenstag»
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Schweinspoint (dpa) - Schweinau, Schweinberg, Schweinfurt, Schweinitz
- Orte und Gemeindeteile mit einem «Schwein» im Namen entwickeln
neues Selbstbewusstsein. Zur Zusammenkunft von «Betroffenen»
haben die Initiatoren im schwäbischen Schweinspoint als Gemeindeteil
von Marxheim Orte in ganz Deutschland angeschrieben: Bei Wildschweinbraten
à la Obelix mit Spätzle wollen die Schweinspointer an diesem
Samstag ihre Namensvettern kennen lernen.«Wir wollen Kontakte
knüpfen, ein wenig in der Geschichte graben - und erfahren, wie
die anderen zu ihren Namen gekommen sind», begründet Organisatorin
Erna Dirschinger das Treffen zum «Namenstag». |