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Britin tauschte Verlobten gegen Schwein ein - «Weniger Dreck»

London (dpa) - Marion Eastwood (43), britische Inhaberin eines Tierasyls,
hat ihren Verlobten gegen ein Schwein eingetauscht. Nachdem ihr Bräutigam
sie verlassen habe, schlafe die Sau Rachel jetzt jede Nacht mit ihr im
Bett, berichtete sie der Zeitung «Sunday People». «Rachel hält mich warm
und sorgt dafür, dass es mir in dem großen Bett nicht einsam wird», sagte
sie. «Sie ist auch viel treuer als jeder Mann, den ich bisher getroffen
habe. Mit einem Schwein zusammenzuleben, ist viel besser. Das sollten mehr
Frauen ausprobieren. Männer sind auch viel unordentlicher - Rachel macht
nie Dreck.»
Eastwood war anfangs verzweifelt, als ihr Verlobter sie plötzlich verließ.
«Ich konnte es nicht glauben, weil ich mir doch solche Mühe mit den
Hochzeitsvorbereitungen gegeben hatte. Ich hatte sogar schon elf Ferkel als
Brautjungfern ausgesucht.» Rachel habe sie zum Glück schnell über den
Verlust hinweggetröstet: «Sie folgte mir überall hin, als ob sie verstehen
würde, dass etwas nicht stimmte. Sie ist ein wunderbarer Gefährte.»


© dpa - Meldung vom 25.11.2001 13:04 Uhr

Ein Minischwein geht zur Schule

Gwendolin ist Klassenbeste beim Welpenunterricht

Mühbrook. Ein Minischwein namens Gwendolin ist der Star an der Hundeschule im schleswig-holsteinischen Mühbrook. Dort absolviert die kleine Sau den Welpenunterricht. Das Experiment begeistert die Tierpädagogen. „Das Schwein lernt schneller als die Hunde“, lobt Schulleiter Ernst Hoff. Er attestiert dem Borstenvieh „viel Intelligenz, große Lernfähigkeit und hervorragendes Sozialverhalten“.
Die Hundeschule hat bereits Anfragen von anderen Minischwein-Besitzern erhalten. Durchaus möglich, dass in den Fußgängerzonen der Städte schon bald die ersten wohlerzogenen Minischweine an der Leine gehen. Immer mehr Tierliebhaber holen sich ein Borstentier im Zwergenformat ins Haus. Die Schweine können eine Länge von rund 50 Zentimetern und ein Gewicht von 40 Kilogramm erreichen. Sie sind äußerst reinlich und gesellig, verstehen sich gut mit anderen Haustieren, werden bis zu 15 Jahre alt und kosten keine Hundesteuer.
Gwendolin, mit sechs Monaten im besten Welpenalter, gehört zur Rasse der Göttinger Minischweine. Es lebt in einem Haushalt in Aukrug und soll in der Hundeschule den Umgang mit Menschen lernen. Trotz der großen Beliebtheit von Hausschweinen dürften Benimm-Kurse fürs Borstenvieh vorerst Seltenheitswert haben.
Als Gwendolins Frauchen Stefanie Stolz ihr Schwein zum Unterricht anmelden wollte, war man in der Hundeschule zunächst skeptisch. „Wir hatten keine Erfahrung mit den Tieren und mussten uns zunächst bei Tierärzten und Experten kundig machen“, berichtet Hoff. Diese hatten keine Einwände und die Welpenklasse damit einen neuen Schüler. „Schwein gehabt“, dürfte sich das Frauchen gedacht haben.
Der Versuch ist geglückt. Schon in der ersten Unterrichtsstunde spielte das 30 Zentimeter kleine Schwein ausgelassen mit den jungen Terriern, Schäferhunden und Mischlingen der Welpenklasse. Bereits nach zwei Unterrichtseinheiten avancierte es zum Klassenprimus. „Es macht ,Sitz’ auf Frauchens Befehl, hört auf seinen Namen, geht gehorsam an der Leine und ist fast stubenrein“, freut sich Hoff.
In der Hundeschule ist man gespannt, welche Talente noch in Gwendolin schlummern. Die kleine Sau zeigt ein schweinisches Vergnügen an den spielerischen Übungen. Das trifft sich gut, immerhin warten in den nächsten Monaten bis zu drei Unterrichtseinheiten wöchentlich auf das Minischwein. Ein Problem gibt es allerdings: Bislang hat sich noch keine Versicherung gefunden, die Gwendolin in die Hunde-Haftpflicht aufnimmt.Manfred Rolfsmeier (ap)
Weser-Kurier 15.03.2002